Die Ausbildungszeit liegt hinter dir? Jetzt steht dir die Welt offen – und du kannst durchstarten.
Mit deinem praxisnahen und handwerklich orientierten Berufszweig, den du gewählt hast, kannst du jetzt ganz unterschiedliche Wege gehen – bei unterschiedlichen Arbeitgebern und in verschiedenen Bereichen. Während deiner Ausbildung ist dir bestimmt einiges klar geworden: Bist du ein eher praktischer Typ oder sitzt du lieber im Büro? Kannst du gut mit Menschen umgehen oder tüftelst du lieber in Ruhe? Willst du Karriere machen und aufsteigen oder vorerst da bleiben, wo du jetzt angekommen bist? Finde jetzt raus, was deine nächsten beruflichen Schritte sein können – und was am besten zu dir passt.
Bilde dich weiter!
Du möchtest mit deiner Ausbildung auf der Karriereleiter gleich höher hinaus? Du willst selbst Kollegen ausbilden dürfen oder auch Chef werden? Kein Problem! Für alle beruflichen Ziele gibt es passende Weiterbildungsmöglichkeiten. Mit fachspezifischen Kursen kannst du in bestimmten Themen dein Wissen erweitern und dich in einem Bereich deiner Wahl spezialisieren. Möchtest du dein eigenes Unternehmen führen, ist eine Weiterbildung zum/zur Meister/in das Richtige für dich. Du willst noch mehr lernen – dann kannst du auch studieren, der Meisterabschluss gilt hier als Fachabitur und macht es dir möglich. Informiere dich hier über die nächsten Schritte.
Meister/in* - und du bist ganz weit vorne.
Hast du die Ausbildung hinter dir, kannst du dich in Voll- (Dauer ca. ein Jahr) oder Teilzeit (Dauer ca. zwei Jahre) zum/zur Meister/in weiterbilden.
Dafür gibt es Seminare und Kurse oder du lernst selbständig, um schließlich die Meisterprüfung ablegen zu können. Die Meisterprüfung zu absolvieren ist besonders empfehlenswert, wenn du dich selbständig machen und selbst Kollegen ausbilden möchtest. Wenn du eine fachfremde Meisterausbildung machen willst, brauchst du zuvor drei Jahre Berufserfahrung.
Die Kompetenzzentren des E-Handwerks und Innungsschulen bieten diverse Kurse an, um dir berufliches Wissen zu vermitteln. Du kannst Kurse zur Prüfungsvorbereitung belegen und dir auch nach Prüfungsabschluss zusätzliches Wissen aneignen.
Meister-BAföG:
Wenn du eine Ausbildung zum/zur Meister/in, Techniker/in oder technischen Fachwirt/in machen möchtest, bist du finanziell nicht auf dich alleine gestellt. Bei Vollzeit- und auch Teilzeitausbildungen kannst du Meister-BAföG beantragen. Die Höhe der Unterstützung wird individuell ausgerechnet. Informiere dich am besten direkt bei den zuständigen Stellen. Das sind in der Regel die kommunalen Ämter für Ausbildungsförderung der Kreise und Städte.
Fachfremd?
Mit dem Abschluss zum/zur Informationselektroniker/in Geräte- und Systemtechnik kannst du direkt nach deiner Ausbildung den Informationstechnikermeister machen. Möchtest du einen anderen Meisterabschluss erwerben, benötigst du drei Jahre Berufspraxis in dem Handwerk, in dem du die Meisterprüfung ablegen möchtest.
Selbstständigkeit:
Mit einer bestandenen Meisterprüfung hast du den ersten Schritt in die berufliche Selbständigkeit gemacht. Jetzt kannst du deinen eigenen Betrieb führen und Nachwuchskräfte ausbilden. Allerdings ist es empfehlenswert, vorher Berufserfahrung zu sammeln.
Übrigens...
EQR steht für Europäischer Qualifikationsrahmen und ist ein Übersetzungssystem, das Abschlüsse international vergleichbar macht. Laut diesem System ist ein Meisterbrief im E-Handwerk gleichwertig mit einem Bachelor-Abschluss. Du kannst also ohne Studium schnell und günstig den gleichen Karrierestand erreichen wie jemand, der von der Uni kommt. Auch international bist du so ein gefragter Experte.
Aufstiegsmöglichkeiten im E-Handwerk.
Du willst Karriere machen? Bilde dich weiter zum/zur Techniker/in, Bachelor of Engineering, geprüften Betriebswirt/in oder in einem Master-Studium.
In diesen Bereichen hast du viel Entscheidungskraft, kannst selbst Mitarbeiter ausbilden und führen und schließlich auch zum Chef aufsteigen.
Bist du eher ein Büromensch mit guten Kommunikationsfähigkeiten und denkst dich gerne in Strukturen und komplexe Aufgaben ein, bist du hier richtig.
Studium.
Mit einer Hochschulzugangsberechtigung (Abitur/Fachhochschulreife) könntest du dich für ein aufbauendes Studium im ingenieurswissenschaftlichen Bereich bewerben. Ein Meisterabschluss zählt als Fachabitur. Nach dem Studium kannst du in der Forschung und Entwicklung tätig sein und hast noch größere Aufstiegschancen.
Quelle Text/Bilder: ArGe Medien im ZVEH GbR
Freie Ausbildungsplätze der Elektroniker-Innung Nahe-Hunsrück findest du unter: E|ZUBIS