Ein Film von erneuerbare.tv mit Obermeister Bernd Zeilmann zeigt auf anschauliche Weise: die E-Handwerke sind Fortschrittmacher.
Deutschland lernt, Strom dann zu nutzen, wenn er billig und grün ist – und spart durch flexiblen Verbrauch bares Geld. In Berlin wird in einem denkmalgeschützten Reihenhaus mit Wärmepumpe, Batterie und Smart Meter die Stromrechnung um rund 1.000 Euro im Jahr gesenkt, obwohl keine PV aufs Dach darf. Möglich machen das flexible Stromtarife und zeitvariable Netzentgelte, bei denen der Preis zwischen 4 und über 22 Cent schwankt – ein Spielfeld für alle, die ihre Geräte zur richtigen Zeit laufen lassen. Ein Heim-Energiemanagement-System, kurz Hems, verschiebt den Verbrauch automatisch in die billigsten Stunden und steuert Wärmepumpe und Speicher. Wo PV aufs Dach darf, rechnet sich das Paket aus Batterie, Hems und Solarstrom oft schon nach fünf bis sieben Jahren, danach fließt Strom für unter 20 Cent je Kilowattstunde. Zugleich verhindern flexible Tarife und variable Netzentgelte teuren Netzausbau, weil Batterien, Wärmepumpen und E-Autos Lastspitzen kappen und Überlastungen entschärfen. Energieanbieter wie Octopus Energy und Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer IEE sehen darin ein Modernisierungsprogramm, das Digitalisierung, Klimaschutz und neue Geschäftsmodelle verbindet. Wenn Millionen Haushalte mitmachen, werden aus fluktuierenden Wind- und Solarüberschüssen ein Geschäftsmodell – und aus Flexibilität tatsächlich das „neue Gold“ der Energiewende.
Der Film ist auf YouTube abrufbar unter www.youtube.com/watch?v=RA9CKL3btEI
Die Fachbetriebe der Elektrohandwerke beraten zur Installation von Wallboxen und bidirektionale Laden: https://www.elektroniker-innung.de/einnung/mitglieder
Quelle: ZVEH